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Besuch auf Château Faugères St. Emilion und Château Lafaurie Peyraguey Sauternes

Château Faugères, Grand Cru Classé, St. Emilion
 
Nach längerer Abwesenheit habe ich Chateau Faugères wieder einmal besucht. 2010 habe ich dort ein Sabbatical gemacht und ein volles Jahr von Frühling 2010 bis Frühling 2011 im Rebberg und im Weinkeller gearbeitet. Es war eine grandiose Zeit.
 
In der Zwischenzeit wurde Château Faugères von Grand Cru auf Grand Cru Classé aufgewertet. Der Ch. Péby wurde separat vinifiziert, bekam auch die Grand Cru Classé Auszeichnung und wird in 2 Jahren die Biozertifizierung erhalten. Über weitere Erneuerungen schreibe ich ein nächstes Mal.
 
Ich habe mich auf den Besuch sehr gefreut, konnte ich doch einige meiner Freunde und Bekannten wiedersehen und meine Lieferanten vor Ort besuchen. 
 

Château Carteau Grand Cru im Familienbesitz Bertrand mit Catherine Batlot-Bertrand


 
Château Lafaurie Peyraguey, 1er Grand Cru Classé, Sauternes
 

 



Grosses Interesse hatte ich auch am Weingut Ch. Lafaurie Peyraguey, das Silvio Denz, Besitzer von Ch. Faugères im 2014 gekauft. Das Schloss ist wunderschön und wurde zu einem Relais Château Hotel mit 14 Zimmern umbauen. Es beinhaltet auch ein Gourmet – Restaurant mit einer exquisiten Weinkarte. Die Eröffnung war am 23. Juni 2018 zum 400. Geburtstag von Ch. Lafaurie Peyraguey. 
 
Das Weingut gehört zu den ganz grossen Sauternes Produzenten und liegt in unmittelbarer Nähe von Ch. d’Yquem. Seit dem Kauf von Silvio Denz stellt das Weingut auch wieder Weissweine aus den typischen Bordeaux Weissweintrauben Semillon und Sauvignon her. Ich finde sie ausgezeichnet und man kann sie an meiner nächsten Degustation im Novembermit dem Sauternes degustieren.  
 


vlnr David Bolzan CEO Vignobles Silvio Denz  –  René Boitel –  Silvio Denz
 
Der Herstellungsprozess von Sauternes
 
Die Gegend von Sauternes und Barsac ist prädestiniert und einzigartig für die Süssweinproduktion. Zwei Flüsse treffen sich hier – Die Cirone, ein Fluss mit kalten Wasser aus den Bergen und die Garonne mit warmen Wasser. Der Temperaturunterschied bewirkt im Herbst einen Morgennebel, der erst gegen Mittag verschwindet. Die Feuchtigkeit des Nebels begünstigt die Bildung des Botritispilzes, der sich an die Trauben heftet. Nach einer gewissen Zeit schafft es der Pilz in die Traube einzudringen. Diese verliert Flüssigkeit, was zu einer grösseren Konzentration an Zucker und Aromen führt. Dieser Prozess ist gewollt, führt aber zu einer viel geringeren Produktionsmenge. Zur Bekämpfung des Pilzes scheidet die Traube ein Sekret aus, das sich positiv auf die Aromen des Saftes auswirkt.
 
Nach der Ernte wird im Gärungsprozess der Zucker in Alkohol umgewandelt. Damit nicht der ganze Zucker umgewandelt wird, wird der Gärungsprozess mit Sulfat oder Kälte gestoppt. Die grosse Kunst beim Unterbrechen des Gärungsprozesses ist eine interessante Balance zwischen Süsse und Säure zu finden. Bei zu viel Süsse wirkt der Wein klebrig und verliert an Frische. 

Der Sauterne ist eine Cuvée aus Semillon, Sauvignion Blanc und Muscadelle. Semillon hat den grössten Anteil mit ca. 80%, weil diese Traube sehr anfällig auf den Botrytispilz ist. Sauvignion Blanc gibt dem Sauternes die nötige Säure und Muscadelle ist ein Geschmackslieferant.
 

 

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